Schlaganfallvorsorge

Die Behandlung des Schlaganfalls hat in den letzten Jahren große Fortschritte gemacht. Dennoch führt der Schlaganfall oft zu einer mehr oder weniger ausgeprägten Behinderung, zum Beispiel Lähmung der Hand oder Störung der Sprache. Die Vorsorge ist die effektivste Behandlung. 

Ursachen des Schlaganfalles

Die Meist liegt einem Schlaganfall ein Gefäßverschluss eines hirnversorgenden Gefäßes zugrunde, hierdurch erhalten die Nervenzellen nicht mehr ausreichend Sauerstoff, wenn die Sauerstoffzufuhr nicht rasch wiederhergestellt wird kommt es zu Schädigungen des Gehirnes. Eine andere Ursache des Schlaganfalls sind Einblutungen im Gehirn, oft liegt hier (Fachbegriff:Intracerebrale Blunung) die Kombination aus vorgeschädigten Gefäßen und erhöhtem Blutdruck zugrunde.
Vorgeschädigten Gefäße entstehen meist durch Verkalkungen (Fachbegriff: Hirnarteriosklerose) und sind für die Entstehung eines Schlaganfalles zentral. Eine weitere bedeutsame Ursache von Schlaganfällen ist die Störung des Herzrhythmus, das sogenannte Vorhofflimmern (VHF), hier bilden sich Blutgerinnsel/Thromben im Herzen, die dann in das Gehirn gelangen und dort oft ein größeres Gefäß verschließen, somit resultiert ein schwerer Schlaganfall.

Diese unterschiedlichen Ursachen sind bei der Schlaganfallvorsorgeuntersuchung zu berücksichtigen, da jeweils unterschiedliche Vorsorgeempfehlungen gegeben werden.

Vorsorgeuntersuchung:

  • Zur Erkennung von Gefäßwandveränderungen (Frühzeichen einer Ateriosklerose)
  • Erkennung von erhöhtem Blutdruck
  • Erkennung von Vorhofflimmern

Unser Vorsorgeprogramm beruht darauf, alle oben genannten direkten Risikofaktoren für einen Schlaganfall zu erkennen. Wichtig ist, dass dies rechtzeitig geschieht,am besten langem im voraus, dann sind Vorsorgemaßnahmen besonders effektiv. Aber auch zu einem späterem Zeitpunkt kann durch entscheidende Veränderungen des Lebens und der Medikamente, das Risiko für einen Schlaganfall effektiv reduziert werden.

Trotz aller Fortschritte in der Akutbehandlung des Schlaganfalles (Stroke Unit) und der Behandlung der Schlaganfallfolgen (Rehabilitation) ist eine effektive Vorsorge noch die beste Möglichkeit ohne Behinderung alt zu werden und sein Leben selbst zugestalten.

Vorsorgeuntersuchung zur Erkennung von Gefäßwandveränderungen

Ein Gefäßverschluß kann langsam über zunehmende Verkalkung der Gefäße entstehen oder plötzlich durch einen sogenannten Embolus, ein in das Gehirn gespülte Kalkbrocken, Blutgerinnsel, Gewebestück oder Gefäßentzündung um nur einige häufige Vorgänge zu nennen. 

Der Gefäßverschluß/Schlaganfall ist der Endpunkt eines oft langjährigen Krankheitsprozesses. Untersuchungen zeigten,dass bei 9 von 10 Schlaganfällen beeinflußbare Faktoren vorliegen.

Die Faktoren lassen sich in Gruppen unterteilen:

  • Umweltfaktoren (Feinstaubbelastung, Schwermetalle)
  • Verhalten (Rauchen, Alkohol, Bewegungsmangel)
  • Ernährung (Gewicht, Cholesterin, Vitaminmangel)
  • Gesundheitsfaktoren (Blutdruck, Zuckerkrankheit, Nierenerkrankung,Herzerkrankung)
  • Genetische Faktoren

Oft ist nicht ein Faktor die Ursache, sonderen mehrere Faktoren wirken zusammen. Somit eine Vorsorge die mehrere Faktoren berücksichtigt besonders effektiv.

Unser Vorsorge Konzept ist indivuell angelegt und es werden möglichst viele Faktoren berücksichtig, auch wenn diese Zeitintesiv ist. 

Wichtig ist auch die Überprüfung der Vorsorgemaßnahme nach einer gewiesen Zeit um evtl. rechtzeitig Korrekturen vornehmen zu können.

 

Intima-Media-Dicke IMT

Ein Risikofaktor für die Entwicklung von Gefäßverschlüssen ist der Grad der Verkalkung der Gefäße.

Ein gute Marker zur Erkennungder Gefäßveränderung bereits in der Frühphase ist die Dicke der innersten Schicht der Gefäßwand, diese wird auch Intima-Media-Dicke genannt (Abkürzung: IMT). Bei der Untersuchung der Halsschlagader im Ultraschall kann diese Dicke zusätzlich bestimmt werden. Ab einer gewissen Dicke steigt das Risiko für Schlaganfälle oder Herzinfarkte deutlich an, wie zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen nachgewiesen haben.

Die Gefäßwanddicke ist altersabhängig und im mittleren Alter ist das Risiko für Gefäßerkrankungen ab IMT> 1,0 mm erhöht. Es sollten jedoch auch weitere Veränderungen der Gefäße, wie Plaques berücksichtigt werden.

 

 

Normale Gefäßwand

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