Morbus Parkinson

Die Parkinsonkrankheit ist eine häufige neurologische Erkrankung. Die Erkrankung tritt überwiegend im höheren Lebensalter auf, bei über 65-jährigen ist die Erkrankungshäufigkeit 1800 auf 100.000 Einwohner. Mit zunehmendem Lebensalter erhöht sich die Wahrscheinlichkeit zu erkranken weiter. Die Erkrankung verläuft chronisch progredient, das bedeutet zu Beginn zeigen sich leichte Einschränkungen, die im Verlauf der Erkrankung weiter zunehmen. Die Lebenserwartung muss durch die Erkrankung nicht zwangsläufig reduziert sein. Die überwiegende Beschwerdesymptomatik betrifft die Motorik, es zeigt sich eine Bewegungsverlangsamung (Bradykinese), ein Zittern (Tremor), schwerfällige Bewegungen (Rigor) und Störungen des Gleichgewichtes (posturale Instabilität). Weitere Beschwerden betreffen die Psyche, so können Depression auftreten. Bei speziellen Formen der Parkinsonkrankheit kann zu Einschränkungen der Kognition (Gedächtnis) führen. Das vegetative Nervensystem, Regulation der Darm und Herztätigkeit sowie Schweißdrüsen, können betroffen sein. Bereits im frühen Krankheitsstadium treten Störungen des Schlafes auf, die den motorischen Symptom viele Jahre vorausgehen können.

 

 

 

Diagnose des Morbus Parkinson

Die Diagnose, vor allem in den frühen Stadien, ist schwierig, da es keinen eindeutigen diagnostischen Test gibt. Nur die Kombination aus genauer Erfassung der Krankheitsvorgeschichte (Anamnese), klinischer Untersuchung und ergänzender technischer Untersuchung erlauben eine relativ sichere Frühdiagnostik.

Eine frühe Diagnose der Parkinsonerkrankung ist besonders wichtig, da bei sichtbaren Zeichen der Erkrankung, wie Zittern oder Bewegungsarmut, schon ein großer Teil der Nervenzellen im Gehirn (genauer in der Substantia Nigra) unwiderruflich geschädigt sind.

Frühzeichen einer Parkinsonkrankheit können vielfältig und unspezifisch sein.

Zu den unspezifischen Zeichen zählen Depressionen, Schmerzen der Muskeln und Gelenke, leichte Einschränkungen der Kognition (insbesondere der sogenannten Exekutivfunktionen). Spezifischer für eine neurodegenerative Erkrankung wie die Parkinsonkrankheit sind Riechstörungen, Fachbegriff Hyposmie oder Anosmie.

Eine besonderes hohen Vorhersagewert haben REM-Schlafsverhaltensstörungen. Diese Schlafstörung kann der Parkinsonerkrankung viele Jahre vorausgehen.

Weitere neuere Frühzeichen sind Ablagerungen von Alpha-Synucleinin der Haut. Diese Ablagerungen können durch eine einfache Hautbiopsie festgestellt werden. Ein weiteres Frühzeichen ist ein eine hyperexogene Substantia Nigra (Signalveränderungen in der Hirnstamm-Sonographie).

 

 

Technische Untersuchungen sind:

  • Transkranielle Sonographie (TCS) der Substantia nigra (SN)
  • Ambulante Schlafdiagnostik zur Erfassenung von Bewegungsstörungen im Schlaf (REM-Schlafstörung)
  • Riechtest (Einfacher Screening-Test)
  • Untersuchung der Kreislaufregulation
  • DAT-Scan (Nuklearmedizische Untesuchung zur Überprüfung des Dopaminstoffwechsels im Hirnstamm)

 

Ultraschall bei Morbus Parkinson

In den letzten 10 Jahren hat sich die transkranielle Sonographie (TCS) der Substantia nigra (SN), auch Hirnstammsonographie bezeichnet, als vielversprechendes Instrument zur frühen Erkennung von Zeichen einer Parkinsonerkrankung herausgebildet. Zahlreiche Ultraschallstudien haben festgestellt, dass bei Patienten mit Parkinson in der Substantia nigra (SN +) es zu typischen Veränderungen kommt, diese sogenannte erhöhte Echogenität wird auf eine erhöhte Eisenkonzentration zurückgeführt (Vlaar et al., 2009). Im MRT sind diese Veränderungen nicht zu erkennen.

Durch die zusätzliche Vermessung des 3. Ventrikel und der Raphe Kerne können noch weitere Riskofaktoren für eine Parkinsondemenz und Depression erfasst werden.

Die Ultraschalluntersuchung ist jedoch nur ein Baustein der Parkinsondiagnostik. Besonders wichtige ist die klinische Untersuchung. Hier kann Dr. Unglaub auf seine Erfahrung als Oberarzt in der Parkinson-Klinik Bad Nauheim zurückgreifen.

Wir führen vor der Frühdiagnostik eine eingenede Beratung durch in wieweit die Diagnostik individuell sinnvoll ist und welche Konsequenzen sich aus dem Ergebniss ergeben, sowie über die Kosten, eine Abrechnung über die Versichertenkarte ist nicht möglich.

 

Altersverteilung Parkinsonerkrankung - Morbus Parkinson

Bezeichnung Alter Häufigkeit
Juvenieler Parkinson < 21 J. < 1%
Parkinson mit frühem Beginn 21 -40 J. 4%
Idiopathischer Parkinson > 40 J.
Häufig zwischen 58 - 62 Jahre
95 %

Innovative Diagnostik

Nutzen Sie unsere umfangreiche Erfahrung auf dem Gebiet der Parkinsonerkrankung. Dr. med. S. Unglaub, war als Oberarzt in der Parkinson-Klinik Bad Nauheim tätig.

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Hinweis: Nur im Katalog der Krankenkasse enthaltende Leistungen dürfen über Ihre Versichertenkarte abgrechnet werden, alle anderen Leistungen sind nach GOÄ zu berechnen und sind direkt vom Versicherten zu zahlen. Hirnstammsonographie ist noch nicht im Katalog der Krankenkasse (EBM) enthalten.

Neurologische Praxis in Frankfurt

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